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Kilian Kasper und Reto Pfund wechseln in die NLA

Kägi Melanie 21.07.2017

Seit 13 Jahren spielt Kilian Kasper aus Kaisten Volleyball. Nun wechselt der 20-Jährige zum NLA-Club TSV Jona. Eine neue Herausforderung, die er gerne bewältigt. 

«Es ist eine Reise ins Unbekannte», sagt Kilian Kasper kurz vor seinem Umzug nach Jona. «Alles ist neu für mich.» Neu, aber ein Weg, den er gerne antritt. Die Nationalliga A war schon immer sein Traum. Denn Volleyball bedeutet für das Fricktaler Nachwuchstalent alles. Seitdem er sieben Jahre alt ist, spielt er Volleyball. «Ich bin damit aufgewachsen. Und es soll auch mein Lebensinhalt bleiben.»

Jona-Trainer Urs Winteler hat ihn persönlich kontaktiert. Er kannte ihn noch aus seiner Zeit aus der Jugendnationalmannschaft. Und Kilian Kasper fällte seinen Entscheid schnell: «Für mich war klar, dass ich gehen will.» 

Ein Lebens als Halb-Profi

Mit 15 Jahren gab der heute 20-Jährige sein Debüt in der NLA, damals noch bei Laufenburg-Kaisten. Sein Ziel war schon immer, «vom Volleyball leben zu können». Es reicht nicht ganz: Nebst sieben bis acht Hallentrainings und zwei bis drei Krafteinheiten arbeitet Kilian Kasper noch 50 Prozent als Gebäudetechnikplaner. 

Mitte August geht es für den Kaistener in Jona los. Seine Ziele für seine erste richtige NLA-Saison sind klar definiert: «Ich will Fortschritte machen, auch Einsätze verbuchen und nicht nur auf der Bank sitzen. Die Trainings sollen mich weiterbringe und ich hoffe, dass ich unfallfrei bleibe.»

Neue Erlebnisse, neue Wege

Es bleibt aber eine Reise ins Unbekannte. «Ich war nie länger als zwei Wochen weg von zu Hause. In Jona wird er sich eine WG mit anderen Mitspielern teilen. «Es wird sich rausstellen, wie es wird, Kleider zu waschen, einzukaufen oder Essen selber zu machen. Davon habe ich noch nicht so viel Ahnung», meint er ganz bescheiden. 

Seine Familie steht voll und ganz hinter seinem Entscheid. «Sie finden es toll, dass ich diese Chance nutze.» Aber sie seien auch ein wenig wehmütig, «und hätten mich gerne noch ein bisschen zu Hause».

 

Reto Pfund wechselt zu Lausanne UC

Ein zweiter Spieler mit Laufenburger Vergangenheit erhielt einen Vertrag bei einem Top-Verein der Schweiz. Reto Pfund aus Möhlin spielt nächste Saison für Lausanne UC. LUC-Trainer Michel Dufaux war sein früherer Jugendnati-Trainer und wollte ihn bereits vergangene Saison in die Romandie holen. Doch der Fricktaler war kurz vor der Matura und lehnte ab. «Jetzt fragte er mich erneut und ich dachte, wieso nicht?»

Die Reise für ihn geht also weiter: Reto Pfund war die ersten vier Monaten dieses Jahres in den USA und spielte dort am Lees-McRae College Volleyball. Momentan durchläuft der 19-Jährige noch die RS in Moudon, als Spitalsoldat. Er liess sich extra in der Nähe von Lausanne stationieren, so dass er ab Trainingsstart auch mittun kann.